Architektur in Collagen

Im vergangenen Jahr habe ich eine Serie mit romanischer Architektur aus Köln in Collagen begonnen. Intressant schien mir, die einzelnen Elemente, die die Romanik ausmachen, aus dem Komplex zu nehmen und in anderer Zusammensetzung im Kontext zu lassen.

Zugleich wollte ich die Umgebung dieser Kirchen festhalten und habe mehrere Elemente aus der Nachbarschaft mit in die Collagen eingebaut. Ein Wochenmarkt mit vielen Blumen bei St. Aposteln, der Rhein bei St. Maria in Lyskirchen, der ehemalige Klosterhof bei Groß St. Martin.

Was man auf jeden Fall sehen kann, ist, dass die Romanik im Rückblick schwer zu Isolieren ist. Sie wurde von späteren Bauphasen verändert und coexistiert mit Gotik, Renaissance und Barock. Es sind spannende Dialoge zweischen Architekturelementen entstanden. Blendbogen, Rundbogenfries, Würfelkapitell, Vierpassfenster, Überfangbogen, Tonnengewölbe, Zwerggalerie und halbrunde Gurtbogen existieren zusammen mit Netzgewölbe, Spitzbogen und Kreuzrippengewölbe.

Die Erstellung der Collagen war eine Gelegenheit, mich an die Kölner Architektur der Romanik zu erinnern, die ich während meines Studiums der Kunstgeschichte an der Universität kennengelernt habe.

Groß St. Martin, Köln, 2019
St. Aposteln, Köln, 2019
St. Maria Lyskirchen, Köln 2019
St. Severin, Köln, 2019
St. Ursula, Köln, 2019

Für eine umfassende Führung durch die 12 romanischen Kirchen Kölns empfehle ich die App von Pausanio: https://pausanio.com/projekt/12-romanische-kirchen/


	

Eine Antwort auf „Architektur in Collagen“

  1. Das Teilen und neu Zusammenlegen der Fotos ist gewiss auch eine späte Antwort auf die langen Studienjahre der Geschichte der Kunst. Nicht selten wurde ich bei der Einstudierung eines neuen Bauwerks müde und wünschte mir eine Unterbrechung der Kontinuität. Eine Wiederaufnahme in kleineren und unterschiedlichen Teilen brachte die gewünschte Abwechselung.

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